indianer

der fotograf

In der dritten Sekundarschule (1989) kam ich zum ersten mal in Kontakt mit der Fotografie. Ich besuchte als Wahlfach einen Fotokurs und wünschte mir anschliessend auf meine Konfirmation eine Fotokamera, mit welcher ich meine ersten Erfahrungen sammelte. 2 Jahre später konnte ich günstig eine gebrauchte komplette Ausrüstung kaufen, die mir aber ein Jahr später in San Francisco auf meiner ersten Amerika Reise gestohlen wurde. Kameralos versandete mein Interesse an der Fotografie, bis ich mir 1997 wieder eine Ausrüstung kaufen konnte. Immer mehr auf Skateboarden fokussiert, konnte ich fürs Board Generation, ein schweizerisches Snowboardmagazin den Skateboard Teil gestalten. Über die Zeit hinweg fotografierte ich mal mehr mal weniger, je nach Lust und Laune. Ich konnte für diverse Magazine und Kataloge Bilder machen. Unteranderem für: Limited, Playboard, Yeyo, Box, Avenue, div. Skatevideohüllen, div. Ads, SigSagSug Kataloge, Poster und Postkarten und diverse Internetseiten. 2001 auf der Desired Effect Tour, wurde zum zweiten mal meine komplette Ausrüstung geklaut. Diesmal wurde uns in Brüssel das Auto geknackt und alles was irgendwie Wert hatte und mir gehörte wurde mitgenommen. Alles, was sich so in den Jahren angesammelt hatte. Durch meine mittlerweile langjährige Erfahrung konnte ich mich beim Neukauf auf das wesentliche beschränken. Jetzt steh ich da, gut ausgerüstet, voll motiviert !

 

der skater

1989 hat mich das Skateboard Fieber gepackt und seither nicht mehr losgelassen. Skaten hat mich schon an manchen schönen Ort der Welt gebracht, hat mir Kontakt mit vielen Interessanten Menschen ermöglicht und vor allem hat es mein Leben in den letzten Jahren bereichert und versüsst.

 

 

History:
Nach meinem ersten Contest 1991 in Mönchen Gladbach (D), bekam ich meinen ersten Sponsor. Beach and Snow, der damalige Local Skateshop unterstütze mich mit Material bis ich zwei Jahre später zu No Way Skateshop wechselte, weil ich mich mit der Philosophie von Beach and Snow nicht mehr identifizieren konnte. In den folgenden Jahren fuhr ich jeden nur möglichen Contest mit. Ich hatte viel Spass und auch Erfolg bei Meisterschaften und ich gewann sogar den eint oder anderen Wettbewerb. Besonders gereizt haben mich immer die Contest und Reisen ins Ausland. Ab 1993 tourte ich regelmässig zu den verschiedensten Anlässen in ganz Europa. Diese Jahre waren wohl meine erlebnisreichsten auf dem Skateboard. 1999 kam in meinen Augen dann das Highlight: Moment’s Notice. Ein europäischer 16mm Snowboard Film von Marco Lutz in dem ich als einziger Skater einen Part hatte. Für die 3 _ Minuten filmten wir 2 Wochen von morgens um 8 bis mittags um 12 im Block 37 in Winterthur. Anfangs war es die Hölle. Da 16mm extrem teuer ist hatte ich nur max. 10 Versuche um einen Trick zu stehen und das morgens um 8. Trotzdem war das Ergebnis ein voller Erfolg und ich durfte ein Jahr später in Desired Effect, der nächste Film von Marco wieder mit machen. Momentan meldet sich mein Körper immer mehr und fleht mich an, das skaten besser sein zu lassen. Diesen Gefallen kann und will ich ihm noch nicht tun, werde aber sicher in Zukunft zurückstecken müssen. Dafür kann mich mehr auf die Fotografie konzentrieren.

 


der mensch


Ich bin mit meinem älteren Bruder Roger und meiner jüngeren Schwester Judith in verschiedensten Ortschaften aufgewachsen. An der Sekundarschule in Andelfingen stellten sich die weichen für mein zukünftiges Leben. Mit dem Ziel Pilot zu werden, begann ich eine Audio-Video Elektroniker Lehre in Winterthur, welche ich aus mangel an Interesse nach 2 Jahren abbrach um mich mehr dem Skaten widmen zu können. Nach einem halben Jahr ohne Job, konnte ich bei der Post eine Lehre als Pöstler absolvieren. Diese Zeit war ein Traum. Ich arbeitete bis Nachmittags um 2 und hatte den Rest des Tages Zeit um zu skaten. 1995 änderte sich alles. Mit 3 Freunden gründeten wir eine Firma (John Doe Ltd.) und eröffneten in Winterthur unsern eigenen Skate- und Snowboardshop (SigSagSug). Mit der Zeit begannen wir verschiedene Brands aus Amerika und Kanada in die Schweiz zu importieren um damit diverse Shops zu beliefern und später begannen wir unsere eigenen Snowboardfilme zu produzieren.

1996 erhielt ich von Urs Wunderlin, Sportamtchef von Winterthur einen Anruf. Urs war mir schon länger bekannt, da ich mich 6 Jahre lang, halbjährlich bei ihm im Büro einfand um ihm, meine Visionen über Skaterampen und Parks in Winterthur vorzutragen. Er hatte die Idee, eine Trendsportanlage ohne die Beteiligung der Stadt zu bauen, da sonst das Projekt nie zu stande kommen würde. Also setzten wir „Trendsportler“ uns alle an einen Tisch und starteten das Projekt Block37. Meine Aufgabe, bestand in der Planung, Design und Realisation des Skateparks. Zusammen mit Mono, Andi Schützenberger und Stefan Lehnert von IOU Ramps verwirklichten wir einen Traum. 1997, nach einem Jahr Vorbereitungsarbeit, eröffnete der Block 37, die damals grösste und innovativste Trendsporthalle Europas.
1998: Durch den Shop und meine Kenntnisse von der schweizer Skateszene, bekam ich die Möglichkeit für Globe und Carhartt das schweizer Skateteam zu managen.
2001 erkundigte sich ein, in der Schauspielszene sehr bekannter, Regisseur bei mir über die Möglichkeiten ein Theaterstück über Skateboarder zu inszenieren. Erst skeptisch und anfangs mit der einzigen Motivation, dass das Skaten nicht wie sonst immer lächerlich und zu wenig authentisch dargestellt wird, liess ich mich überzeugen. Nach monatelanger harter Arbeit und etlichen Proben wurde das Stück „Brätt“ mit 15 Skatern im Frühling 01 uraufgeführt. Fast alle der 13 Aufführungen waren ausverkauft und wir erhielten sehr gute Kritiken.
2002: Nach dem 4 jährigen Bestehn des Block 37, wurde das Gebäude in dem wir so viel Spass hatten verkauft und abgerissen. Im Tempodrom, 150m vom alten Block37 entfernt sollte der neue Block platz finden. Ich machte ein paar Pläne und kontaktierte Andi Schützenberger von IOU Ramps. Tommy Dinkel, der neue Besitzer vom Block war begeistert und liess mir freie Hand mit der Gestaltung des neuen Skateparks. Am 5. April 2002, nach 3 Wochen intensiv Skateparkbuilding öffnete der wahrscheinlich beste Skatepark Europas die Tore.
2005: Durch einen Wink des Schicksals lernte ich auf dem Flug von Zürich nach Singapore, meine Frau Sharon kennen. Nach einem reiseintensiven und erlebnisreichen Jahr heirateten wir standesamtlich am 06.09.06 in der Schweiz und am 19.12.06 traditionell in Singapore.


2007: konnte ich den grössten Skatepark der Schweiz (www.massiv.gl) in Näfels bei Glarus designen. Im August wurde dieser eröffnet und seither kommt ab und zu eine Anfrage ob ich weiter Parks designen könnte.
Die Zukunft: Ich hab keinen Plan was mir die Zukunft bringen wird. Sicher ist aber, dass ich weiterhin probieren werde soviel wie möglich für’s Skaten und die Skater zu tun. Ob es mit meiner Fotografie oder verschiedenen Projekten sein wird, wird sich zeigen.
Viel Spass auf meiner Homepage und vorallem viel Spass beim Skaten.